| Vom Kirchenstaat zum Menschenstaat |
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| Nachrichten - Uruguay |
| Samstag, den 23. April 2011 um 18:41 Uhr |
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Semana Santa oder Semana de Tourismus? Anders als in anderen Staaten Südamerikas in denen die wichtige Stellung  dennoch weitgehend erhalten blieb,hat sich Uruguay schon früh und sehr deutlich geloset Wie kam es zur Säkularisierung in Uruguay. Wie fast alles, was an Uruguay fortschrittlich ist, beruht auf den Ideen eines Mannes Präsident Uruguays von 1903 bis 1907 und zwischen 1911 und 1915,  Visionär und Vordenker in vielen Fragen
Auf seiner Suche nach dem Modell-Land reichte es nicht nur die Trennung von Kirche und Staat zu vollziehen, sondern auch eine echte Entchristlichung  der Politik zu fordern „Katholizismus ein Hindernis, gleichbedeutend mit Rückständigkeit und Obskurantismus, Aberglaube und veraltete Moral , Entrechtung der  Frau und der Verteidigung des Kapitalismus“ so schrieb er.
1907 gab es eine Ruck durch die kirchliche Welt, als man die Ehescheidung genehmigte Wie sollte man nun weiter vorgehen? Man fand eine sehr " sehr uruguayische Lösung, man übernahm die christlichen feste, wie z B Karwoche und nannte sie einfach um in Semana de turismo.
cuadrosdeluruguay.es.tl  Dennoch blieb immer ein wunder Punkt, so kochte die Debatte ungeschmälert wieder hoch, als Papst Johannes Paul II 1987 in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo unter freiem Himmel einen Gottesdienst abhielt. Ihm zu Ehren war ein rund 30 Meter hohes Kreuz errichtet worden. Ursprünglich sollte das Kreuz nach dem Besuch entsorgt werden, aber die Regierung wollte es als Andenken stehen lassen, entzündete sich in Uruguay erneut eine hitzige Debatte über die Zulässigkeit von religiösen Symbolen. Mit knapper Mehrheit blieb es stehen, zu sehen am Busbahnhof tres Cruces, Avenida Italia. Aber die Kirche gewann deshalb nicht mehr an Boden im Land,z B. war „Pepe“ Mujica der erste Präsident des Landes, der nicht mehr auf die Bibel schwor, sein Amt korrekt auszuführen. Jeder darf seinem Glauben nachgehen, auch Schamane, Macumba, Buddhismus treffen sich ohne Probleme mit Christen, Niemand wird wegen seiner Religion verfolgt, aber auch nicht bevorzugt, dies ist ein sehr naher Zustand am „idealen Staat“ des José Batlle y Ordóñez |




