| Die Graf Spee in Montevideo |
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| Nachrichten - Uruguay |
| Mittwoch, den 20. April 2011 um 13:15 Uhr |
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Fotos der Graf Spee auf Grund in der Hafeneinfahrt zu Montevideo Quelle http://maquetas.mforos.com/480463/7468468-el-pecio-del-graf-spee/  Panzerkreuzer Graf Spee (Archivbild) Wir kamen auch, allerdings Nachts, an dieser Stelle vorbei (siehe Markierung Bild unten-auf Bild klicken) an dem den Panzerkreuzer Graf Spee am 17.12.1939 sein Schicksal ereilte. Es war das zur damaligen Zeit beste Kriegsschiff der Welt. Am 21. August 1939 verließ es unter dem Kommando von Kapitän zur See Hans Langsdorff, ein hervorragender Soldat mit noch echtem Ehrenkodex und absolut kein Nationalsozialist, Wilhelmshaven. Er zerstörte auf seinem Weg 9 Handelsschiffe und war dabei immer bemüht so viele Menschen der versenkten Schiffe zu retten, wie nur möglich. Er war eine große Gefahr für die Nachschubwege der Engländer und diese konnten sich dies nicht bieten lassen. Den Bericht So beorderten sie einen Verband, bestehend aus dem schweren Kreuzer Exeter und den leichten Kreuzern Ajax und Achilles in den Südatlantik, um die Graf Spee zu suchen, aufzuspüren und sie zu vernichten. Am 13.12 1939 fanden die Engländer die Graf Spee. Weisungswidrig stellte diese sich zum Kampf, wobei sie den schweren Kreuzer Ajax kampfunfähig schoss und die beiden anderen durch Treffer beschädigte. Auf Grund eigener Treffer (36 Tote und 59 Verletzte) lief die Graf Spee zwecks Reparatur in Montevideo, im neutralen Uruguay ein. Dem Verhandlungsgeschick der Engländer ist es zu verdanken, dass die Graf Spee nach 72 Stunden den Hafen verlassen musste. Mit politischer Neutralität hatte diese Abmachung zwischen England und Uruguay allerdings nichts zu tun. Die länger benötigte Reparaturzeit wurde der Graf Spee von der damaligen uruguayischen Regierung verweigert. Verstärkung für die englische Flotte war bereits unterwegs in Form des Schlachtschiffes Cumberland, das die kampfunfähig geschossene Exeter ersetzen sollte. Die in die Flucht geschlagenen Schlachtschiffe Achilles und Ajax hatten ihre Schäden beheben können. Damit aber das deutsche Schiff den Hafen nicht sofort verlassen konnte, denn die Verstärkung war noch nicht eingetroffen, griffen die Engländer zu einer List. Nach internationalem Seerecht durfte ein Kriegsschiff erst 24 Stunden nach dem Auslaufen des gegnerischen Schiffes das im selben Hafen lag, diesen verlassen. Um aber ein sofortiges Auslaufen der Graf Spee zu verhindern, schickten die Engländer täglich eines ihrer Schiffe aus dem Hafen und zwar so lange bis die Cumberland beim englischen Verband eingetroffen war. Was den Deutschen damals gestattet wurde, war, dass sie in voller Uniform und mit allen militärischen Ehren ihre im Kampf gefallenen Kameraden beerdigen durften. Bei diesem Zeremoniell entbot Kapitän z.S. Hans Langsdorff seinen toten Soldaten den militärischen Gruß, während alle anderen, einschließlich des Priesters, die Hand zum Hitlergruß hoben. Kapitän zur See Hans Langsdorff (Archivbild) Derweilen griffen die Engländer zu einer weiteren List. Sie täuschten durch fingierte Funksprüche eine erheblich stärkere Übermacht vor, die den Ausgang der La Plata Mündung blockierte um so die Graf Spee daran zu hindern den offenen Atlantik zu erreichen. Am 17. Dezember 1939 musste der Panzerkreuzer der deutschen Reichsmarine den Hafen von Montevideo verlassen. Um ein sinnloses Gemetzel und auch die Gefangenschaft durch die Engländer zu verhindern, ließ der Kapitän knapp außerhalb der drei Meilen Zone ankern. Es war nur noch eine Notbesatzung auf dem Schiff. Der Rest der ca. 1000 Mann Besatzung ging bereits in Montevideo von Bord. Es wurden, nach Rücksprache mit der Reichsregierung, mehrere Sprengladungen am Schiff angebracht. Dann verließen auch die letzten Männer das Schiff. Kurz danach explodierten die Sprengladungen und versenkten das Flaggschiff der deutschen Kriegsmarine. Dadurch wurde verhindert, dass es in die Hände des Gegners gelangte. Das war das Ende der unbesiegten stolzen Graf Spee in der „Seeschlacht“ vor Montevideo. Die Mannschaft kam danach in Buenos Aires in Gefangenschaft. Das bittere Ende der Graf Spee (Archivbild) Der Kapitän erschoss sich drei Tage später in Buenos Aires im Marine Arsenal durch Kopfschuss, in voller Uniform und auf der deutschen Reichskriegsflagge liegend. Er wurde dort unter großer Teilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Die gesamte Besatzung der Graf Spee war bis zum letzten Mann bei der Beerdigung anwesend. Am 25. Februar 2004 wurde begonnen die auf zehn Meter Tiefe liegende Graf Spee zu bergen. Das allerdings ist eine andere (traurige) Geschichte. Gott sei Dank hat alles nicht so geklappt wie man es sich vorstellte. Es konnten nur einige Teile geborgen werden. Aber statt dessen, dass die deutsche Regierung sich bemüht hätte ein deutsches Schiff mit so großer, wenn auch kurzer Vergangenheit, als Denk und Mahnmal oder als Musemsschiff nach Deutschland zu bringen, hat es nicht einmal dagegen protestiert, dass (immer noch) deutsches Eigentum von Wrackplünderern und Geschäftemachern ehrenlos ausgeschlachtet wird. Bericht aus dem blog out of Rosenheim |




  

