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Einigung auf gemeinsamen Zollkodex Drucken E-Mail
Nachrichten - Südamerika
Samstag, den 14. August 2010 um 13:05 Uhr
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Mercosur: Einigung  Zollkodex

Beim 39. Gipfeltreffen des Wirtschaftsverbunds „Mercosur“ haben sich deren Staatschefs auf einen gemeinsamen Zollkodex geeinigt und machen somit den Weg für einheitliche Zollvorschriften und –verfahren frei.

aporrea,mercosur

 

Die südamerikanische Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur (Mercado Comun del Sur) wurde 1991 von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gegründet, um den Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedsländern zu liberalisieren, gemeinsame Außenzölle zu schaffen und die Wirtschafts-, Währungs- und Industriepolitik zu koordinieren. 1995 wurde zwischen dem Mercosur und der EU ein Assoziationsabkommen unterzeichnet.

Der jetzige Durchbruch bei der Harmonisierung der Zollregeln wie auch die bis 2012 schrittweise Abschaffung der Mehrfachverzollung beim Reexport von Importen aus Drittländern innerhalb der Länder des Mercosur wird den Warenhandel zwischen dem Mercosur und der EU deutlich beleben. 

So sollen künftig Zollabgaben lediglich einmal erhoben werden und die entsprechenden Einnahmen sollen dem Land der endgültigen Bestimmung zufallen. Dies wird den Aufbau regionaler Vertriebsstätten deutscher Unternehmen im Mercosur in erheblichem Maße unterstützen. 

Ebenso dürfte dieser Schritt des Mercosur die Möglichkeiten für die Verhandlungen zwischen dem Mercosur und der EU hinsichtlich der Bildung einer gemeinsamen Freihandelszone vorantreiben. Die Gespräche dazu wurden Mitte des Jahres 2010 von beiden Partnern wieder aufgenommen. 

Bevor der Mercosur-Zollkodex in Kraft tritt, muss er noch von allen Parlamenten der Mitgliedstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ratifiziert werden. 

Die Mercosur-Länder sind mit ihren weit über 260 Mio. Menschen für etwa dreiviertel der wirtschaftlichen Aktivitäten Lateinamerikas verantwortlich. Dabei ist die EU mit einem Anteil von rund 20 Prozent des Außenhandels nach den USA zweitgrößter Handelspartner. Ferner ist die EU wichtigster Investor.

Der Lateinamerikatag 2010 findet am 6. und 7. Oktober erstmalig in Hannover statt

NGlobal wie auch die IHK Hannover sind als Kooperationspartner in die zweitägige Veranstaltung eingebunden. Neben dem am 06. Oktober stattfindenden Ländertag "Mexiko", werden am 07. Oktober , dem Konferenztag der Veranstaltung mit regionalem Schwerpunkt Lateinamerika, Themen wie "Partner in Forschung und Entwicklung", "Innovation und Standortwahl" im Vordergrund stehen.

Prominente Referenten aus Politik und Wirtschaft werden einen tiefen Einblick in die Gegebenheiten und die Entwicklungsmöglichkeiten der Region ermöglichen.

Eine Anmeldung kann online erfolgen.

 

http://www.hannover.ihk.de/ihk-themen/international/auslandsmaerkte-und-geschaeftsanbahnung/nord-mittel-und-suedamerika/mercosurzollkodex.html

 

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