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Tomate-mit Migrationshintergrund Drucken E-Mail
Nachrichten - Südamerika
Freitag, den 13. August 2010 um 12:29 Uhr
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Aus der italienischen Küche ist die Tomate längst nicht mehr wegzudenken. Eine kleine Kulturgeschichte.

Die Tomate ist ein vielseitiges Gewächs

Tomaten
Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf Heyne/Tomate


Sie sind leuchtend rot, rundlich,
fest und so gesund: Tomaten. Es gibt wohl kaum ein italienisches Gericht, an dem nichts Tomatiges ist. Dabei ist Südamerika das Ursprungsgebiet dieses Nachtschattengewächses.


Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf Heyne/Tomate Lange Zeit als "Liebesapfel" oder "Goldapfel" bezeichnet, erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen "Tomate" erst im 19. Jahrhundert.
Tomaten
Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf Heyne/Tomate 1847 füllte ein US-amerikanischer Unternehmer erstmals Blechkonserven mit der roten Frucht.
Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf Heyne/Tomate Tomaten schmecken nicht nur im Salat gut. Eine sehr beliebte Art, Tomaten beim Kochen zu verwenden, ist die Tomatensauce. Das "Tomatenbuch" aus der Collection Rolf Heyne enthält nachkochbare, fantasievoll lockende Rezepte.
Buch
Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf Heyne/Tomate Das schwere Buch kann man aufgeschlagen liegen lassen und hat damit beide Hände frei, um sich dem wirklich Wichtigen zu widmen: der Tomate. "Tomate" von Elisabeth Ruckser, Gabriele Halper (Rezepte) und Luzia Ellert (Fotografien), Collection Rolf Heyne, 39,90 Euro.
Foto: Klaus Arras / Edel Verlag/Edel Verlag Ein schnelles und einfaches Tomatengericht ist das Tomatenbrot.
Pizza
Foto: Klaus Arras / Edel Verlag/Edel Verlag Zwei neapolitanische Ärzte beschrieben die Tomatensauce als Grundlage für das für ihre Heimatstadt typische Fladenbrot, das sie "Pizza" nannten.
Foto: Klaus Arras / Edel Verlag/Edel Verlag Ein köstliches vegetarisches Sommergericht sind gefüllte Tomaten.
Das Tomatenbuch
Foto: Klaus Arras / Edel Verlag/Edel Verlag Das Tomatenkochbuch von Karen Schulz aus dem Edel Verlag präsentiert schnelle, einfache Gerichte. "Das Tomatenbuch. Verführerische Rezepte" von Karen Schulz und Klaus Arras (Fotografien), Edel Verlag, 24,95 Euro.
von Alexander Kluy

Wollen Sie 120 Jahre alt werden? Wenn ja, dann essen Sie auf keinen Fall, nie, unter gar keinen Umständen Gemüse und Obst! Diese Nahrungsmittel sind übel, das Wasser, das sie besitzen, bringt die Lebenssäfte durcheinander, schränkt das Denken ein und die Fähigkeit, kultiviert zu debattieren. Im schlimmsten Fall drohen Trübsinn, Verfall, Depression. Letzteres nannte der Arzt Tommaso Rangone Melancholie. Was dem Sprachgebrauch der italienischen Renaissance entsprach. 1550 warnte der Mediziner aus Ravenna in seinem Diätbestseller eindringlich vor kulinarischen „seltsamen und schrecklichen Dingen“, so einer seiner Kollegen. An erster Stelle der Dinge, mit denen man die eigene Langlebigkeit aufs Spiel setze, rangierte die Tomate.


 

Die Tomate? Die heute mit dem Stiefelland in eins gesetzt wird? Schließlich gibt es kaum ein italienisches Gericht, an dem nichts Tomatiges ist. Manche meinen sogar, der rote Streifen der Landesflagge repräsentiere die prallrote Sommerfrucht.

Das vielfältige Schlangengewächs
Foto: picture-alliance / Image Source/www.imagesource.com Die Gurke ist das Trendgemüse dieses Sommers. Ob als Cocktailzutat, Likör, Kosmetikprodukt oder auf dem Sandwich: Die Gurke ist ein echter Alleskönner.
Foto: Amin Akhtar Die Gurke im Cocktailglas: Moscow Mule, Hendrick's and Tonic und Pimm's Cup im Kühlschrank des Berliner Restaurants Grill Royal.
Foto: picture-alliance / All Canada Ph/All Canada Photos Gurke im Cocktail: Cucumber Sling
Zutaten: 6 cl Shochu (Japanischer Wodka), 6 cl Gurkensaft, 2 cl Zuckersirup, 2 cl Zitronen Saft, Fleur de Sel
Zubereitung: Rote Gurken mitsamt Schale und Kernen entsaften. Die eisgekühlten Zutaten shaken und in ein eisgekühltes Weinglas abseihen. Ohne Eis, mit einer dünnen Spirale aus Gurkenschale und einer Prise Fleur de Sel servieren.
Foto: Getty Images/StockFood/StockFood Gurken im Cocktail II: Pimm's No. 1
Zutaten: 5cl Pimm's, Gurke, Orangenviertel, Zitronenscheibe, 7Up Lemonade, Eiswürfel + wahlweise frische Minze oder trad. Borretsch ( auch Gurkenkraut genannt!)
Zubereitung: Wichtig ist ein hübsches Glas! Dann den Likör mit den Gurkenscheiben, den Zitrusfrüchten und den Eiswürfeln gut verrühren. Mit 7Up, nur Notfalls mit Fanta oder Bluna auffüllen. Nochmals rühren, dann mit dem Borretsch verfeinern.
Foto: picture-alliance / Image Source/www.imagesource.com Die Gurke in der Kosmetik: Eine Gurkenmaske erfrischt müde Haut, außerdem hat sie einen kühlenden Effekt und lindert Sonnenbrand.
Foto: japantrendshop.com Dein ist mein ganzes Gurkenherz: Wer seine Sandwiches oder Salat mit herzförmigen Gurkenscheiben zubereiten will, muss eine Gurke in eine Röhre mit Herzquerschnitt wachsen lassen. Erhältlich über www.japantrendshop.com
Foto: picture alliance / Hippocampus B/picture alliance Seegurken sind keine Pflanzen, sondern Tiere. Aber essen kann man sie auch. Sie gehören, wie die Seesterne, zum Stamm der Stachelhäuter
Foto: Titanic Die Gurke in den Medien: Das Satiremagazin Titanic verdeutlichte auf dem Titel seiner Novemberausgabe 1989 mit Häme und Spott, was der Wessi vom Ossi hielt. "Zonen-Gaby", eine Frau mit übler Minipli-Frisur, hält grinsend eine Gurke. Titanic textet: "Meine erste Banane".
Foto: picture-alliance/ ZB/dpa-Zentralbild Die Gurke im Salat: Neben Tomaten- und Blattsalat ist auch der Gurkensalat ein Dauerbrenner auf dem Rohkostbuffet.
Foto: spreewaldhof Gurke in der Dose: Eine Gewürzgurke aus dem Spreewald mit 100 Gramm Abtropfgewicht hat sich in eine Konservenbüchse verirrt. Über www.spreewald-praesente.de
Foto: picture-alliance / Peter Durant//Arcaid Arbeiten im Gurkenturm: Offiziell heißt dieser 180 Meter hohe Wolkenkratzer im Londoner Finanzbezirk "Swiss-Re-Tower". Bekannt ist das von 2001 bis 2004 erbaute Hochhaus von Ken Shuttleworth und Sir Norman Foster aber als "The Gherkin" (englisch für Gurke).
Foto: picture-alliance / Photocuisine/Photocuisine.de Gurken als Erfrischung: Gurken Raita ist eine Art indischer Gurkensalat, den man zu vielen Gerichten der indischen Küche als kühlendes Extra reicht.
Foto: spreewald-praesente.de Gurke aus der Flasche: Im Spreewald entstehen nicht nur hervorragende Gewürzgurken. Auch dieser Likör wird in der brandenburgischen Gurkenhochburg produziert. Frisch und leicht süßlich strömt es einem bereits beim Öffnen der Flasche entgegen. Die Spirituose eignet sich besonders gut als Basis für einen leichten Cocktail. Man kann den Likör natürlich auch pur trinken, zum Beispiel in einer lauen Sommernacht: am besten im Grünen. Erhältlich über www.spreewald-praesente.de
Foto: picture-alliance/ dpa/dpa-Zentralbild Daher kommt der Gurkenlikör: Mit einem Holzkahn voller Gurken und Dill wird im Spreewald der Gurkenmarkt angesteuert.
Foto: picture-alliance / akg-images / Die Gurke in der Kunst: Der italienische Maler Giuseppe Arcimboldo machte in seinem Bild "Der Sommer" von 1563 die Gurke zur Nase.

Ihren historisch verbürgten ersten Auftritt auf italienischem Boden hatte die Tomate am 31. Oktober des Jahres 1548 in Pisa. Der Leibkoch Cosimo I. de' Medicis präsentierte seinem Herrn und dessen Familie ein Überraschungsgeschenk, das vom medicischen Landsitz in Torre del Gallo nahe Florenz stammte: Tomaten. Die damals „pomi d'ori“, Goldäpfel, genannt wurden. Verwundert nahmen die Medici dieses etwas bizarre, zugleich höchst exklusive Präsent in Augenschein. Nicht überliefert ist, ob die Tomaten ihnen danach als Speise, roh oder gekocht oder in Kombination mit anderem, auch vorgesetzt wurden.

 

In der frühen Neuzeit wurde sie mit einem Bann belegt

Wohl eher nicht, glaubt man dem Historiker David Gentilcore von der englischen University of Leicester. In seiner unprofessoralen Geschichte des Schicksals und der Fährnisse der roten Frucht in Italien erzählt er ausführlich davon, wie stark die Tomate in der frühen Neuzeit mit einem Bann belegt wurde. Und dass sie erstaunliche 300 Jahre brauchte, um sich durchzusetzen und in allen italienischen Küchen und auf den Esstischen zu landen. Viel länger als Mais und Kartoffel, Tabak oder Chili, die aus der Neuen Welt stammen. So wie diese stammt auch die Urform der Tomate aus Südamerika. Vom westlichen Küstenhochland des Subkontinents verbreitete sie sich gen Norden nach Mittelamerika, wurde von den Maya domestiziert, von den Azteken angebaut, die die rote Frucht „tomatl“ nannten, und kam schließlich durch die spanischen Konquistadoren, die das Aztekenreich ausplünderten, nach Europa.

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Heute weiß man: Diese Frucht mit Migrationshintergrund ist außerordentlich gesundheitsfördernd, voller Vitamin C, bei einem Wassergehalt von mehr als 90 Prozent kalorienarm, der sekundäre Pflanzenstoff Lycopin ein Radikalenfänger und, was medizinische Studien der letzten 20 Jahre zeigten, für die Krebsvorsorge zu empfehlen. Lycopin wird am besten vom menschlichen Körper aufgenommen, wenn man Tomaten in Öl erhitzt. Das empfahl schon 1544 der italienische Botaniker und Apotheker Pietro Mattiolo. Doch sein gastro-medizinischer Ratschlag verhallte lange wirkungslos.

Hier haben Sie den köstlichen Salat!
Foto: Reto Klar Mit gesunden Sommer-Salaten ist alles im grünen Bereich! Salat-Klassiker in seiner pursten Form: Kopfsalat aus dem Berliner "Grill Royal", der als ganzer Kopf serviert wird.
Foto: Zyliss Geschüttelt, nicht gerührt! Gewöhnlich fallen Salatschleudern in die Kategorie: nicht schön, aber nützlich. Das knallgrüne Modell von Zyliss ist nützlich – und schön.
Foto: Artedona Aufgegabelt: Gibt es etwas Unappetitlicheres als ein zartes Pflänzchen, das beim Anblick einer gedeckten Tafel sagt "Och, für mich bitte nur ein Blatt vom Chicoree"? Mit diesem Besteck kann man für so schlechtes Benehmen endlich Rache nehmen. Es ist nämlich nicht möglich, damit wenig zu servieren. Im Gegenteil: Zwischen Gabel und Löffel passen gut zwei Pfund Kartoffelsalat. Und der unhöfliche Gast wird gar nicht merken, wie viel man ihm serviert – weil er ganz verzaubert die silbernen Griffe betrachtet. Von Arca über Artedona.com
Foto: Hermès Gute Investition: Es gibt praktisch keinen Grund, warum man sich die Salatschüssel "Les maisons enchantées" von Hermès kaufen sollte. Andererseits: Wenn man die wunderschöne – und wahnsinnig teure –
Schale erst mal besitzt, wird man immer nur Salat essen wollen. Morgens, mittags und abends. Man wird sich quasi nur noch von Rohkost ernähren. Man wird plötzlich viel gesünder sein und womöglich ein längeres Leben führen. Und das alles nur wegen einer Salatschüssel. Wie praktisch.
Foto: Manufactum Vroom Vroom: Traditionell gehören Küchengeräte nicht zu den Geschenken, mit denen man einen Mann (oder eine Frau) beeindrucken kann. Aber sollte einem in letzter Minute doch mal ein Gastgebergeschenk fehlen: Wie wäre es mit einer Pfeffermühle mit einem geschmiedeten Mahlwerk von Peugeot? Gern geschehen. Über manufactum.de
Foto: picture-alliance/chromorange Detox im Salat: Radieschen sind lecker, hübsch – und wirken entgiftend.
Foto: Fattoria La Vialla Das geht runter wie Öl! In der Fattoria La Vialla weiß man, wer die Kunden sind: die Toskanaromantiker. Deshalb sieht man auf der Webseite groß ein Landhaus vor Olivenhain und erfährt, dass der Hof von einer Familie biodynamisch geführt wird. Das Olivenöl wäre auch ohne dieses Image grandios. Bestellen über la-vialla.com
Foto: Muji Mit der Salatzange aus Akazienholz gibt's kein Entrinnen für glitschige Salatblätter. Von Muji.

Mitte des 18. Jahrhunderts waren Tomaten in Italien zwar verbreitet, aber fast nur der gesellschaftlichen Oberschicht vorbehalten. Auch wenn Gentilcore in einer anonymen landwirtschaftlichen Abhandlung, die zu dieser Zeit gedruckt wurde, die zwei vielleicht frühesten Tomatenrezepte Sardiniens fand.

Eine Adlige war es auch, die für das heute riesige Tomatenanbaugebiet rings um Parma verantwortlich ist – eine Österreicherin im Exil und deren französischen Leibkoch. Marie Louise von Habsburg-Lothringen, die zweite Frau Napoleons I., entschied sich 1814 für den Rückzug auf ihre Güter nahe der oberitalienischen Stadt; und ihr Koch Jean-Gabriel Leblanc, kurbelte dort das Tomatenhegen und -pflegen in immer größerem Maßstab an.

Wenige Jahrzehnte später beschrieben zwei neapolitanische Ärzte erstmals Tomatensauce als Grundlage des für ihre Heimatstadt typischen Fladenbrotes, das sie „Pizza“ nannten. Danach hatte die Neue Welt bei der Tomate wieder die Nase vorne.

 

Die meisten italienischen Tomaten stammen heute aus Amerika

1847 füllte ein US-amerikanischer Unternehmer erstmals Blechkonserven mit der roten Frucht. Nur 30 Jahre später landeten in den USA jährlich 19 Millionen Tomaten in Dosen. Und was wären „French Fries“ und Burger ohne rote Soße? 1899 war die H. J. Heinz Company aus Pittsburgh der weltgrößte Fabrikant von Ketchup. In Italien selbst stieg erst ab den frühen 1950er-Jahren der Tomatenverbrauch rapide an.

Die Ironie bei der Tomate, deren Geschichte mehrfach über den Atlantik und wieder zurückführte, ist: Die meisten der aktuell in Italien geernteten Tomatensorten (Ventura, Chico oder Cal-j) sind Neuzüchtungen aus den Labors nordamerikanischer Saatguthersteller.

Der vielseitige Exot für den Küchenalltag
Foto: dpa-tmn/DPA Pfeffer gibt es in vielen Farben und unterschiedlichen Schärfen. Doch egal, ob es sich um schwarzen, weißen, grünen oder roten Pfeffer handelt: Alle diese Varianten werden aus derselben Pflanze gewonnen.
Foto: dpa-tmn/DPA Pfeffer hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften und wirkt sich positiv auf die Fettverdauung aus. Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und dann eingelegt oder gefriergetrocknet.
Foto: dpa-tmn/DPA Wer einen ungewöhnlichen Pfeffer ausprobieren möchte, kann zum Kubebenpfeffer greifen. Kubebenpfeffer hat ein leichtes Zitrusaroma - das kommt am besten in Gewürzmischungen zur Geltung.
Foto: dpa-tmn/DPA Wie Birkenkätzchen sieht der Lange Pfeffer aus - er passt am besten zu Rindercarpaccio oder herzhaften Suppen.

Geradezu mittelalterliche Foltertorturen lassen sich der Tomate zufügen. Sie wird gevierteilt, zerschnitten, in Öl gekocht, geschmort, ihr wird sogar die Haut abgezogen. Aber sie lässt sich auch pürieren, trocknen, einlegen. Oder mit warmem Ingwersud übergießen. Das zeigen zwei Tomatenkochbücher. Jenes von Karen Schulz aus dem Edel Verlag (hier ) präsentiert die schnelleren, einfacheren Gerichte. Tomate als Smoothie, Cocktail oder auf Brot, aber auch mit Muschelnudeln, Lammspieß oder Dorade. Instruktiv ist die kleine Warenkunde: Tomaten können gelb sein, kürbis- oder birnen- oder paprikaförmig.

 

Tomate
Foto: Luzia Ellert / Collection Rolf H/Tomate "Tomate" von Elisabeth Ruckser, Gabriele Halper (Rezepte) und Luzia Ellert (Fotografien). Collection Rolf Heyne, 39,90 Euro.

Das große Plus des Bandes aus der Collection Rolf Heyne (hier ) mit Gabriele Halpers gut nachkochbaren, fantasievoll lockenden Rezepten – einem österreichisch-internationalen Mix wie geschmortem lila Blumenkohl mit Tomatenmasala, Safrangalette mit Zitronen-Crème-fraîche, Zimtwachteln mit Tomatenpilaw oder Brandteig-Petersilien-Gnocchi mit roher Tomatensauce – ist das schwere Papier. So kann man ihn aufgeschlagen liegen lassen und hat beide Hände frei, um sich dem wirklich Wichtigen zu widmen: der Tomate. Schon der Triester Dichter Umberto Saba schwärmte nach einem Essen mit Gabriele D'Annunzio in den 1930er-Jahren von ihr, nachdem er das erste Mal Tomatensauce gegessen hatte. Und nannte sie: „una purpurea meraviglia“– ein purpurfarbenes Wunder.

Quelle:

http://www.welt.de/lifestyle/article8860385/Die-Tomate-Rote-Frucht-mit-Migrationshintergrund.html

 

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