| Mujica ist ein guter Praesident |
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| Nachrichten - Welt |
| Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 15:41 Uhr |
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Das Hotel "Atlantic" in Hamburg hat schon viele lateinamerikanische Präsidenten gesehen, schließlich finden die Jahrestagungen des Lateinamerika Vereins (LAV), dem wichtigsten deutsch-lateinamerikanischen Begegnungsforum, traditionell an der Alster statt. Kaum jemand aber ist dort so unprätentiös aufgetreten wie José Mujica,  der Präsident Uruguays. Er kam ohne Krawatte, aber im blauen Anzug. Zu Hause gibt er am liebsten den einfachen Landwirt. Das erklärt auch, warum er in Hamburg den Fachleuten so lange über Stand und Perspektiven der Land- und Forstwirtschaft in Uruguay und anderen Ländern Lateinamerika lauschte.
"Pepe" Mujica ist kein arroganter Selbstdarsteller im Stile eines Hugo Chávez, sondern beeindruckt durch Bescheidenheit. Er entstammt dem politisch linken Milieu - nicht dem moderaten: Der 1935 in Montevideo geborene Politiker wurde in den späten 60er-Jahren Mitglied der Tupamaros, der ersten Stadtguerilla Lateinamerikas. Es folgten Jahre im Gefängnis und mit ihnen eine politische Neuausrichtung auf der Basis der Traditionen Uruguays, also der Demokratie. Nach mehreren Anläufen wurde er im Frühjahr 2010 Präsident und ist klug genug, das von seinen Vorgängern angehäufte politische Kapital nicht zu verspielen, darunter die Akzeptanz marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Der "Schweiz Lateinamerikas" bekommt das gut.  Bildquelle argentinasalvajizada.wordpress.com Textquelle http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13666259/Gewendeter-Stadtguerillero.html |




